Eine multimediale Betrachtung
"OLTRE I MURI" (JENSEITS DER MAUERN)
Mauern trennen – aber sie lassen sich auch überwinden!
Zum 35. Jahrestag des Mauerfalls hatte SI-PO eine Konferenz für Deutschlehrer mit diesem Motto organsiert. Im März 2025 starten wir nun eine weitere Reihe an Veranstaltungen zum Thema.
Wir beschäftigen uns dabei nicht nur mit den physischen Mauern, sondern vor allem den unsichtbaren Grenzen in unseren Köpfen. Diskriminierung, Ungleichheit und Verschlossenheit sind Hindernisse, die leider oft unser Miteinander prägen. Wir als Kulturinstitut glauben daran, dass Kultur und Sprache die Möglichkeiten bieten, Brücken zu bauen, Neugier zu wecken und voneinander zu lernen.
Mit dieser Ausstellung in Prato und den andern Aktivitäten im selben Zeitraum möchten wir den Dialog fördern und interkulturelle Perspektiven öffnen.
Die Zeichnung von Willy Bergers
Schon seit längerem arbeitet die Si-PO mit Willy Bergers zusammen, der an vielen unserer Aktivitäten teilnimmt: Er hat intensiv an der Zusammenstellung des Gesamtpaketes „Oltre i muri“ mitgearbeitet.
Als ehemaliger Textildesigner ist er dem Zeichenstift natürlich sehr verbunden und hat uns eine sehr schöne und bedeutungsvolle, kolorierte Zeichnung geschickt, mit der er die Intention unserer Aktivitäten sehr schön zusammengefasst hat.
Seine Interpretation der Zeichnung finden Sie hier>>>
Ausstellung „Oltre i Muri“
Wir präsentieren diese von Emiliano Landi kuratierte Ausstellung in der Sala Biaggi in der Provinz Prato vom 14 bis zum 28 März.
Wir danken der Provinz Prato, dass sie uns diese Räume zur Verfügung und gestellt und bei der Organisation unterstützt hat.
Die Bilder und Skulpturen
17 Künstler aus verschiedenen Ländern haben sich mit dem Thema Mauern in Form von Gemälden auseinandergesetzt. Viele von ihnen hatten sich schon an unserer sehr erfolgreichen Ausstellung Pinocchio beteiligt, die mittlerweile in Deutschland unterwegs ist.
Im Laufe seiner Recherche zur Entwicklung der Ausstellung hat Emiliano Landi auch noch zwei bildende Künstler gefunden, die ebenfalls ihren Beitrag zur Ausstellung leisten, so dass wir Ihnen 17 Gemälde und 2 Skulpturen präsentieren können.
Wandgemälde „Murales dei Migranti“
(„Wandgemälde der Migranten“)Das Werk von Enrico Guerrini wurde von der Gemeinde Pontassieve im Jahr 2021 in Auftrag gegeben, um das Bewusstsein für dieses wichtige und schwierige Thema zu schärfen, das uns immer mehr betrifft.
Wandgemälde „Abbattere le inuguaglianze’
(“Lasst uns Ungleichheiten überwinden”)
Von Schüler:innen des Liceo Livi in Prato und des Liceo Brunelleschi in Montemurlo entwickelt im Schuljahr 2024/25 im Rahmen eines Schulprojektes.
Im Ausstellungsraum gibt es eine ausführliche Präsentation zu dem Schaffensprozess dieses Entwurfs.
Logo „Oltre in Muri“
Schüler:innen der Klasse 4F des Liceo Brunelleschi in Montemurlo (die sich auch am Projekt des oben genannten Murales „Abbattere le inuguaglianze’ beteiligt hatten) haben zum Thema „Oltre i muri“ eine Reihe von grafischen Entwürfen entwickelt, die wir Ihnen gerne zeigen möchten. Lassen Sie sich durch die Vielfalt und den Ideenreichtum inspirieren.
Haus am See
Im Laufe eines Jahrhunderts hat es eine glückliche jüdische Familie, einen berühmten Nazi-Komponisten, Flüchtlinge und einen Stasi-Spitzel beherbergt. Es hat einen Weltkrieg kommen und gehen sehen, den Bau der Berliner Mauer nur einen Steinwurf von seiner Hintertür entfernt.
Es ist die erstaunliche Geschichte eines Hauses, das den Erschütterungen, die die Welt erschütterten, widerstehen konnte. Dies ist die Geschichte des Alexander Haus.
Thomas Harding hat die Geschichte dieses Hauses in einem Buch dokumentiert. Für Elsie Alexander, die Großmutter von Thomas blieb es trotz Verfolgung und Vertreibung durch die Nazis ein Ort für die Seele. Und diesen Geist hat die Stiftung Alexanderhaus aufgenommen, die heute das Haus verwaltet.
Die Ausstellung wurde am 16. März um 17.00 Uhr eröffnet.
Eine kleine Fotogalerie ist hier zu sehen>>
Konzert und Tanztheater
Unsere Aktivitäten zum Thema „Oltre i muri“ haben wir am 18.3. mit einen Abend mit Musik und Tanz in der Sala Banti in Montemurlo ergänzt.
Nirwana von Natya Gioia
Die von Patrizia Pacini geleitete Tanzgruppe Natya Gioia ist heute in der Provinz Prato sehr bekannt und bietet Aufführungen, Kurse und Tanzworkshops an, die auf den Volkstraditionen Italiens und des Nahen Ostens basieren.
Im Laufe der Zeit hat Patrizia Pacini eine Form des Theaters/Tanzes entwickelt, die soziale und kulturelle Themen aufgreift und sie in Form von getanzten Geschichten umsetzt, wie in ihrem jüngsten Projekt „Nirvana“, das an diesem Abend uraufgeführt wurde
Orchester der Mittelschule Margherita-Hack
Die Schüler der Musikkurse der Schule von Montemurlo traten an diesem Abend unter der Leitung einiger Lehrkäfteraauf. Das Orchester führte einige Tänze mit einem Repertoire von Stücken aus verschiedenen Epochen und Stilen auf.
Deutschradio
Unser Kulturinstitut betreibt ein Webradio mit Sendungen, die hauptsächlich von Schülern und Schülerinnen produziert werden. Hier der Link zur Webseite>>>
Wir werden im Rahmen der Veranstaltungsreihe mehrere Sendungen zum Thema produzieren
- Bericht Ausstellungseröffnung
- Interview mit Thomas Harding
- Interviews mit Künstlern
- Sendung zur Deutsche Geschichte.